Narziss‘ Tod

„Ich bitte darum mir diese Jugendsünden nachzusehen. Sie sind voll pathetischer Rage und ungezügelter Wut. Des öfteren habe ich überlegt sie zu entsorgen, doch aufgrund der ihrer Ehrlichkeit haben sie ihr Recht. Als eigener malerischer Standpunkt jedoch, erschienen und erscheinen sie mir inakzeptabel.“

„In diesen Bleistiftzeichnungen versuchte ich den Akademismus zum expressiven hin aufzulösen, denn dort vermutete ich den Exzess den ich brauchte.“

„Es folgten Bilder, die ich im Rausch malte. Jedes Bild ist in einer einzigen Sitzung entstanden. Teilweise malte ich 36 Stunden am Stück. Ich vertrat damals die Haltung, dass ein Unterbrechen des Prozesses, die Homogenität des Bildes stören würde.“

„Das Thema war Krise und Erneuerung. Ich versuchte einen inneren Prozess malerisch zu begleiten. Das führte mich zu der Auffassung, dass ich durch Malerei wachsen könne. Dazu gehört auch die Freiheit zur Unreife und zum Fehler. Der wahrgenommene exzessive Fehler stellt eine Grenzlinie dar und bietet die Möglichkeit zur Umkehr. Er bildet Kontur.“

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